Wichtige Infos zur Aortenklappenstenose

Aortenklappenstenose: Wie stark darf man sich belasten?

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Aortenklappenstenose: Welcher Sport ist erlaubt?

Bei vielen Erkrankungen an den Herzklappen kann man mit Sport selbst dazu beitragen, seinen Gesundheitszustand deutlich zu verbessern. Das gilt auch für die weit verbreitete Aortenklappenstenose. Wichtig ist es allerdings, je nach Schweregrad der Herzklappenerkrankung nur bestimmte Sportarten auszuüben und die körperlichen Belastungen richtig zu dosieren.

Hintergrund-Info: Das menschliche Herz hat vier Herzklappen. Die Aortenklappe ist dabei diejenige Klappe, durch die das sauerstoffreiche Blut den Herzmuskel verlässt und in die Aorta (= Hauptschlagader) gelangt, weshalb diese Klappe den Namen „Aortenklappe“ trägt.

Was ist eine Aortenklappenstenose?

Bei einer Aortenklappenstenose ist die Ausflussöffnung der Klappe verengt (Stenosis = die Verengung). Das Blut kann nicht mehr so gut wie bei Gesunden hindurchfließen und vor der verengten Aortenklappe entsteht ein Blutstau, der bis in die Lunge zurückreichen kann. Je nach Schweregrad geraten Betroffene dann schnell in Atemnot (oft schon bei relativ geringen Belastungen). Zudem können Schwindelgefühle bis hin zu Ohnmachtsattacken auftreten, wenn das Herz aufgrund der verengten Ausflussöffnung nicht genügend Blut in den Körper pumpen kann und auf diese Weise eine Unterversorgung des Gehirns erfolgt. Teilweise kommen Schmerzen im Brustkorb hinzu, da der Herzmuskel aufgrund der verringerten Klappenöffnung das Blut gegen einen oft massiv erhöhten Widerstand in den Körper pumpen muss, was zu einer Überforderung des Herzmuskels und entsprechenden Beschwerden in der Herzgegend führen kann.

Welche Belastungen sind bei einer Aortenklappenstenose erlaubt?

Wie stark man sich bei einer Aortenklappenstenose belasten darf, muss immer individuell mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt anhand bestimmter Untersuchungsergebnisse besprochen werden. Ein wichtiges Kriterium ist dabei der Schweregrad der Aortenklappenstenose (leichtgradig, mittelgradig, schwer), der sich heute in vielen Fällen vergleichsweise einfach mit Ultraschall-Untersuchungen des Herzens ermitteln lässt (= Herzecho). Ebenfalls wichtig ist die Überprüfung des Herzrhythmus, was normalerweise unkompliziert mit EKG-Untersuchungen möglich ist.

Als Richtschnur, welche körperlichen Belastungen daraufhin bei einer Aortenklappenstenose erlaubt sind, können die folgenden Empfehlungen der Deutschen Herzstiftung dienen. Tipp: Wenn Sie einen Arztbrief zu Ihrer Aortenklappenstenose vorliegen haben, können Sie darin in aller Regel den Schweregrad der Klappenerkrankung und die EKG-Befunde nachlesen, die im Folgenden zur Beurteilung der Belastbarkeit herangezogen werden.

 Eine uneingeschränkte Sportausübung kann erlaubt werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: 1.) Es handelt sich um eine leichtgradige Aortenklappenstenose. 2.) Es treten keine Beschwerden auf wie etwa unangemessene Atemnot, Schwindelgefühle, Ohnmachtsattacken oder Schmerzen/Engegefühle im Brustbereich. 3.) Im Herzecho zeigt sich eine normale, altersentsprechende Pumpfunktion. 4.) Keine Auffälligkeiten im Belastungs-EKG.

Lediglich niedrige Belastungsintensitäten können erlaubt werden, wenn eine mittelgradige Aortenklappenstenose vorliegt, auch wenn die Aortenklappenstenose keine Beschwerden verursacht, die Pumpfunktion noch normal ist und das Belastungs-EKG keine Auffälligkeiten zeigt. In Frage kommen dann z. B. Spazierengehen, Radfahren in der Ebene, zurückhaltend dosiertes Walken, leichte Gymnastik, Golf auf dem Kurzplatz und ähnliche Sportarten.

Keine sportlichen Belastungen sollten bei schweren Aortenklappenstenosen erfolgen, bei denen eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Herzens vorliegt. In diesen Fällen ist meistens eine OP zu empfehlen.

Tipp: Pulsobergrenze als Trainingshilfe nutzen

Bei vielen Herzerkrankungen sind vor allem Sportarten geeignet, die sich gut dosieren lassen und bei denen Belastungsspitzen vergleichsweise einfach vermieden werden können, z. B. Nordic Walking, moderates Joggen, Radfahren, Fahrradergometertraining oder Skiwandern. Weniger geeignet sind dagegen in vielen Fällen Ballsportarten wie Fußball, Handball oder Tennis, bei denen teilweise viel unkontrollierte Dynamik mit höherer Intensität z. B. zum Erreichen des Balls erforderlich ist, was zu unerwünschten Belastungsspitzen führen kann. Dementsprechend ungeeignet sind bei vielen Herzerkrankungen auch Sportarten wie Sprint- oder Sprungtraining, Klettern, Wasserskifahren, Surfen oder Kampfsportarten, die eine hohe Belastung für das Herzkreislaufsystem darstellen können.

Hinweis: Wie stark Sie sich mit Ihrer persönlichen Herzerkrankung beim Sport belasten dürfen, können Sie mit einem Belastungstest ermitteln lassen, wie er z. B. in vielen kardiologischen und sportmedizinisch ausgerichteten Arztpraxen angeboten wird. Aufgrund des Tests wird Ihnen ein maximaler Puls genannt, bis zu dem eine Sportausübung zu empfehlen ist bzw. der bei Belastungen nicht überschritten werden sollte, was Sie dann später während des Trainings mit einer simplen Pulsuhr selbst überwachen können.

Warnsignale nicht ignorieren

Wichtig ist es, dass Sie sich während des Sports allerdings nicht nur auf das Einhalten des maximalen Trainingspulses verlassen. Wichtig ist es auch, das subjektive Wohlbefinden im Auge zu behalten. Treten während des Trainings ernstzunehmende Beschwerden auf, wie etwa Atemnot, Schwindelgefühle, Schmerzen im Brustbereich, ungewohnt heftiges Schwitzen oder Übelkeit, sollten Sie keinen falschen Ehrgeiz an den Tag legen und nicht einfach weitertrainieren, sondern den Sport unbedingt abbrechen und die Beschwerden ärztlich abklären lassen. Möglicherweise hat sich die Herzklappenerkrankung plötzlich verschlechtert, was auf keinen Fall ignoriert werden darf.

Tipp zur AortenklappenstenoseAls Mitglied können Sie sich kostenfrei das folgende Herzstiftungs-PDF-Dokument zum Thema Aortenklappenstenose herunterladen:

➞ Aortenklappenstenose (Kapitel aus der Herzklappen-Expertenschrift der Deutschen Herzstiftung)

Professor Dr. med. Martin Halle

Autor: Prof. Dr. med. Martin Halle ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Zu den wissenschaftlichen Schwer­punk­ten des Internisten und Sportmediziners zählt u. a. die Erforschung des Einflusses von sportlichen Aktivitäten auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

(Redaktion: Dr. med. Karl Eberius)

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Bislang 43 Kommentare zu diesem Herzstiftungs-Beitrag

Peter O. aus Tangstedt (11.01.2017): Besonders hilfreich finde ich die Hinweise, welche Sportarten kontrolliert ausgeübt werden können.

Erika B. aus Delmenhorst (04.11.2016): Ich habe 2 Herzklappen, die sich nicht vollständig schließen. Ich habe wenig Probleme. Aber ich trete beim Sport schon jetzt etwas kürzer (Gymnastik und Ganzkörperbewegung) und habe gemerkt, dass mir das besser bekommt. Ich bin nicht mehr so kaputt und habe mehr Ausdauer.

Barbara aus Essen (01.11.2016): Ich gehe am 3.11. stationär ins Krankenhaus. Seit einem Umzug im August ist meine vorher geringe Atemnot stark verschlimmert. Ich schaffe nur noch 20 Schritte, und habe ab und zu Schwindelgefühl oder leichte Übelkeit. Ich habe zwar Angst vor dem Ergebnis, aber ich kann ja nur einen Feind bekämpfen, den ich kenne. Meine Frage wäre: Kann man eine Aortenklappenstenose oder eine neue Herklappe auch minimal operativ behandeln? Ich weiß nicht, ob ich mich richtig ausgedrückt habe, aber sie wissen bestimmt, was ich meine.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Henry aus Frauenfeld (20.10.2016): Ich habe gehandelt und jetzt eine neue Bio-Klappe erhalten und noch einen Bypass. Bin sehr zufrieden und total happy, OP war vor einer Woche.

H. J. W. K. aus Windach (12.04.2016): Schon länger suchte ich ab und zu, noch weniger betroffen, Ihre Website auf und bestellte auch Schriften, wie z. B. das Kochbuch für Herzpatienten für meine Ehefrau (dessen Inhalt wir allerdings z. gr. T. schon prophylaktisch befolgten). Trotzdem erlitt ich vor 11 Mon. einen Infarkt und lernte bei einer weiteren "Attacke" (Vorhof-Flattern) Ihren Kollegen des Wissenschaftlichen Beirates Prof. Dr.med. Alexander Knez kennen, der mich mit einer gelungenen Kardioversion rasch wieder in den ordentlichen Herzrhythmus brachte. An den Themen der Herzstiftung schon länger als Naturwissenschaftler sehr interessiert und nun auch selbst betroffen, möchte ich Ihre Arbeit gern mit meinem Beitrag unterstützen, zumal ich nun auf objektive und unabhängige Informationen bei der weiteren Behandlung meiner Herzerkrankung angewiesen sein werde und sehr froh bin, dass es die Deutsche Herzstiftung mit ihren sehr geschätzten Mitarbeitern gibt. H. J. W. K.

Ohne Namen (04.04.2016): Was darf ein Aortenklappenpatient nach einer OP essen? Bitte geben Sie mir einen Hinweis, was ich essen darf und nicht. Vielen Dank

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Cornelia aus Heppenheim (09.02.2016): Bei meinem Vater ist eine schwere Aortenklappenstenose festgestellt worden. Ihm wurde auch eine OP empfohlen. Wie gefährlich ist eine OP?

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Fritz G. aus Bremen (19.01.2016): Habe heute die Diagnose ... mit beginnender Stenose erhalten. Muß mich zunächst orientieren. Dank für den übersichtlichen und für mich hilfreichen Bericht.

Jürgen S. aus Jena (17.01.2016): Habe erst von der Stenose erfahren und freue mich auf einen regen Erfahrungsaustausch.

Josef F. aus Freudenberg am Main (03.12.2015): Ihre Informationen zur Aortenklappenstenose sind für mich sehr hilfreich.

Rudolf S. aus Lastrup (04.11.2015): Ich wurde vom Hausarzt und Kardiologen informiert. Ihre Erläuterungen sind sehr verständlich. Sie haben mir sehr geholfen. Sie haben mir die Entscheidung zur Erneuerung der Herzklappe – Aortenstenose – wesentlich leichter gemacht.

Manfred Z. aus Heilbronn (01.11.2015): 10 Wochen nach der Aorten-OP konnte ich wieder meinen Sport ausüben, wesentlich besser als zuvor und beruhigender.

R. B. aus Stuttgart (31.10.2015): Danke für die Information, habe seit fünf Jahren eine biologische Aortenklappe. Es geht mir gut und ich kann mich altersgemäß gut belasten.

Lothar S. aus Bad Urach (16.09.2015): Danke für die verständlichen Erläuterungen. Es hat mir zum Einschätzen dieser Krankheit, Aortenstenose, sehr geholfen. Vielen Dank.

Reinhard B. aus Neviges (24.07.2015): Danke für Ihre klare Information. Ihre Information ist hilfreich und wahrhaft wertvoll.

Marion W. aus Wedel (21.04.2015): Bei mir wurde festgestellt eine Aortenstenose Q25.3G.

Dieter S. aus Seulingen (19.02.2015): Es wird immer nur Belastung beim Sport erwähnt. Viele müssen damit aber schwer Arbeiten. Wie sollen die sich verhalten?

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Gerd Z. aus Jülich (16.12.2014): Ich leide seit dem 04.11.2014 an einer Aortenklappenstenose, habe 40 Jahre Leistungssport betrieben. Bin topfit, Blutdruck ist zurzeit 138/74. Hinter mir habe ich 70 Marathonläufe, ebenso viele Halbmarathons, 20 Skimarathonläufe á 60km, 3.100km Läufe, 3x 24-Std.-Läufe und ungezählte Volksläufe. Die Ärzte wissen im Moment nicht wie es weiter gehen soll. Ist die letzte Möglichkeit eine neue Herzklappe? Ich bin am 08.06.1938 geboren.

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Ohne Namen (04.12.2014): Für einen Patienten, der plötzlich mit diesem Problem konfrontiert wird, sind Ihre Informationen unbezahlbar. Vom Arzt erfährt man ja auch nicht alles gleich. So erweitert sich der Wissenshorizont.

Bernhard B. aus Gelsenkirchen-Buer (25.11.2014): Sehr gut und informativ.

Reinhold B. aus Northeim (29.10.2014): Es ist eine Bestätigung dessen, was mir Hausarzt und Kardiologe gesagt haben.

Dr. Ethwart P. aus Beverungen (21.09.2014): Bei mir kommt die Hilfe zu spät, weil ich eine hochgradige Aortenklappenstenose hatte und Sport bis zur Leistungsgrenze betrieben habe ohne Symptome. Die Stenose wurde mehr zufällig entdeckt und dann durch eine Bioklappe saniert. Ich bin nach 2 Jahren wieder fit, habe aber gelegentlich Vorhofflimmern nach größeren körperlichen Anstrengungen.

Reinhard P. aus Ulm (01.07.2014): Eine übersichtliche, und verständliche Beschreibung der Erkrankung, die mehr Sicherheit bei der sportlichen Betätigung gibt.

Ludwig W. aus München (25.06.2014): Eine übersichtliche, klare Beschreibung der Erkrankung. Gibt Sicherheit bei der sportlichen Betätigung.

Horst S. aus Bielefeld (15.03.2014): Wie oft muss ich zur Kontrolle. Ich war am 14.3.2014 zur Untersuchung im Klinikum Bielefeld Mitte.

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Eleonore J. aus Belin (20.01.2014): Ich habe eine Aortenklappenstenose 2. Grades und habe bei Gymnastik und anderen Situationen schnell Atemnot. Da ich erst neu zur Herzstiftung gestoßen bin, freue mich wertvolle Informationen zu bekommen.

Jörg S. aus Berlin (20.11.2013): Ausgezeichnet! Die sportspezifischen Anwendungshinweise sind m. E. auch sportwissenschaftlich sehr gut!

Jochen K. aus Lauter-Bernsbach (16.10.2013): Ende April 2013 wurden mir 2 mech. Herzklappen (AKE, MKE ) eingesetzt. Schon während der Reha begann ich durch sportliche Betätigung (meine Leistungsfähigkeit (Radfahren, Laufen) zu steigern. Heute, nach ca. 1/2 Jahr, habe ich fast die Leistungsfähigkeit der Vergangenheit wieder erreicht.

W. P. J. aus Berlin (27.06.2013): Vor 5 Monaten wurde eine Aortenklappenstenose 1 und ein Mitralklappenfehler 0-1 festgestellt, wetterfühlig, schwindelig, Rhythmusstörungen und Brustbeschwerden, selten Atemnot. Gehe alle 3 Monate zum Kardiologen und monatlich zum Hausarzt, Belastungs-EKG genau knapp erreicht, Doppler o. B., Bewegung normale Aktivität. Ihre Seite ist OK und beruhigt mich ab und an bei Wetteränderung.

K. D. S. aus Werl (25.06.2013): War sehr aufschlussreich, da ich auch zu den Betroffenen zähle und eine Herzklappen-Op hinter mir habe.

Betty K. aus Stolberg im Rheinland (23.06.2013): Vor 2 Wochen wurde bei mir eine Aortenklappenarteriosklerose festgestellt, Klappe schließt und öffnet noch, allerdings mit eingeschränktem Durchfluss. Werde engmaschig kontrolliert, wahrscheinlich irgendwann OP der Klappe. Habe noch keine Ausfallerscheinungen. Belastungs-EKG noch gut, Kardiologe war erstaunt. Finde Ihre Seiten sehr hilfreich und auch beruhigend! Vielen Dank dafür.

D. W. aus Schwielowsee (16.04.2013): Auf dieser Seite habe ich als Laie endlich mal eine hilfreiche und prägnante Information zum Umgang mit Patienten mit einer Aortenstenose gefunden. Diese zusammenfassenden Hinweise, z. B. auf welche Symptome man bei einer Überbelastung achten sollte, nehme ich sehr dankbar auf. Mein Sohn ist mit einer Aortenstenose geboren worden.

E. aus Kabelsketal (25.11.2012): Ich bin heute das erste Mal auf dieser Seite und ich möchte sagen, was ich gelesen habe hat mich zufrieden gestellt, ich finde diese Rubrik sehr informativ. ich selber hatte am 03.11.2007 einen Infarkt und es wurde eine Klappenfunktionsstörung der Aortenklappe festgestellt, sie ist mittel bis beginnend schwergradig.

Susanne K. (55 J. alt) aus Bremerhaven (17.10.2012): Nach einer schweren Meningitis mit 3 septischen Infarkten im Kopf, Sprechunfähigkeit, Laufunfähigkeit, Fastdurchbruch der HWS durch die Keime, etlichen Abszessen im Bauchraum bekam ich dann noch eine Endokarditis lenta mit schwerer Aortenklappenstenose. Nach 7-wöchiger hochdosierter Antibiose per Infusion in der Klinik und etlichen OPs wegen der Abszesse und wegen der HWS (Beckenkammknochen und Platte mit 4 Schrauben wurden eingesetzt) kam ich dann zur Klappen-OP in das Klinikum "Links der Weser" in Bremen und bekam am 08.11.2010 eine neue Aortenklappe (künstlich). Die OP verlief ganz gut, die ersten Tage nach OP waren recht schmerzhaft wegen der Thoraxnarbe - aber man kann es aushalten. Am 12.11.2012 (4 Tage nach OP) bekam ich dann ein Kammerflimmern und erlitt einen Herzstillstand. Die Reanimation war erfolgreich - wie man lesen kann. Nach dem Stillstand dann noch mal wieder auf die Intensivstation, ein Herzschrittmacher wurde extern angelegt, dann ging es nach einer Woche auf Intensiv so langsam wieder bergauf. Der Herzschrittmacher wurde wieder entfernt. Rückverlegung auf "Normalstation" noch einmal für eine Woche und dann Rücktransport nach Bremerhaven mit Krankenwagen, da ich für die REHA nicht fit genug war. Noch einmal eine weitere Woche stationär in Bremerhaven zum "Aufpäppeln" und dann ging es nach Bad Fallingbostel für 3 Wochen in die REHA. 3 Tage vor Heiligabend zurück aus der REHA, Weihnachten / Silvester für 1 Woche nach Wangerooge zum Erholen, Januar 2011 Wiedereingliederung in meiner Arbeit (Arztpraxis), Februar 2012 normal angefangen zu arbeiten. Ich trug allerdings immer noch (bis Ende März) eine feste Genickstütze wegen der HWS.
Abgenommen während der ganzen Krankheit (Beginn Sept. 2010) hatte ich wohl so 15 kg (ist alles wieder drauf). Ansonsten kann ich heute eigentlich alles machen so wie vorher. Beim Sport achte ich darauf, dass es sowohl für meine Klappe als auch für die HWS nicht zu anstrengend ist. Walken, Tanzen, Segeln, Fahrradfahren - alles geht. Man sollte nur alles in Maßen betreiben und eben nicht übertreiben. In diesem Jahr habe ich meiner Klappe die Faroer Inseln, Island, Spitzbergen, Norwegen und die Lofoten gezeigt - und wir beide haben diese Kreuzfahrt gut überstanden. Die tgl. Marcumar-Einnahme ist mir in Fleisch und Blut übergegangen und gehört für mich eben einfach dazu. Die kardiologischen Kontrollen und die neurochirurgischen Kontrollen halte ich konsequent ein und bin auch ansonsten in hervorragender ärztlicher Betreuung durch meinen wunderbaren Chef.

MD aus Herne (12.09.2012): Ich bin heute 61 Jahre alt und mußte mich im Jan. 2011 einer Herzklappen-OP (künstliche Aortenklappe) unterziehen. Bis dahin habe ich u. a. regelmäßig ambitionierten Laufsport betrieben. 1/2 Jahr vor der OP litt ich immer mehr an Luftarmut, so daß mein Joggen deutlich langsamer wurde und ich mehr Pausen benötigte. Insgesamt wurde für mich jegliche Aktivität beschwerlicher. Andere Beschwerden wie Schwindel, Herzschmerz stellten sich bei mir nicht ein. 4 Monate nach der OP kann ich all meine sportlichen Aktivitäten wie Skifahren, Wandern und Laufen wieder uneingeschränkt ausüben. Lediglich beim Joggen habe ich mich auf Anraten der Ärzte vom Leistungsgedanken verabschiedet.

E. K. aus Harrislee (07.08.2012): Vielen Dank für die vortreffliche Aufklärung für Patienten, denen bald eine ev. Klappen-Op bevorsteht. So weiß jeder Patient, was auf ihn zukommt, bzw. versteht man vieles und kann spez. Fragen an die Operateure stellen.

Astrid G. aus Bad Griesbach i. Rottal (31.07.2012): Am 17.08.1987 erhielt ich eine Mitralklappe und lebe sehr bewusst in den Tag hinein. Nach einer Lungenembolie 1999. Im Jahr 2004 einen Schlaganfall, alles bis jetzt gut überstanden. Ich werde im August 25 Jahre alt. Ich wurde in der DDR operiert und bedauere, dass mein Herzchirurg es nicht mehr erleben kann. Allen danke ich, die mein Leben erhalten und verlängert haben. Das Klinikum Kröllwitz in Halle an der Saale. Einen Schutzengel hat jeder Mensch auf der Erde.

Horst Z. aus Kosta/Schweden (12.06.2012): Atemnot, Schwindelgefühle, Schmerzen im Brustbereich, ungewohnt heftiges Schwitzen oder Übelkeit habe ich schnell, wenn ich versuche mich etwas sportlich zu betätigen. Außerdem wird mir von meinem Umfeld ständig geraten mich mehr zu bewegen. Jetzt weiß ich, dass das so nicht unbedingt stimmt. Eine Aortenklappenstenose ist bei mir bereits 2011 festgestellt worden, allerdings musste ich mich zunächst einer Lungen-OP unterziehen, weshalb zurzeit die Herzoperation hinaus geschoben wird.

Georg E. aus Berlin (12.06.2012): Ich habe eine Herzklappenstenose 1. bis 2. Grades, treibe jede Woche einmal Herzsport, laufe dreimal in der Woche jeweils 1 Stunde durch den Park, fühle mich im Allgemeinen gut. Habe mich kürzlich übernommen indem ich einen schweren Koffer 4 Etagen hoch getragen habe, außer Atem kam und Druckschmerz in der Brust bekam. Nun weiß ich, dass ich das nicht tun sollte.

Winfried N. aus Wangerland (26.05.2012): Habe Ihre Seite zum ersten Mal aufgemacht und bin überrascht, wie lehrreich und interessant diese ist. Werde gerne weiterlesen, da ich selbst unter nicht zu diagnostizierenden Herzbeschwerden (Sekundenaussetzer des Herzschlags mit ebenso kurzer Bewußtlosigkeit) "leide".

Wilfried S. aus Tönisvorst (23.05.2012): Auf eine derart eingehende Beschreibung habe ich schon lange gewartet. Sie stimmt mit meinen Erfahrungen vollkommen überein. Allerdings scheinen sich Kardiologen nicht immer über den Schweregrad einig zu sein.

Eckhard S. aus Aachen (22.05.2012): Ich habe festgestellt, dass die Belastungsgrenze sehr stark schwankt, dazu tritt parallel Herzfrequenzstörungen und Flimmern auf.

Ursula R. aus Berlin (22.05.2012): Ich bin selbst betroffen und wurde 1999 wegen einer Aortenklappenstenose operiert. Bekam eine künstliche Herzklappe, die sehr gut funktioniert.

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